Kleptomanite

Der 5. General

© 1999 by Alielle


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Alles hat sich im Thronsaal von Königin Beryll versammelt.

Die Frage "Wen würde Sie diesmal auswählen", liegt förmlich in der Luft, aber niemand wagt auch nur, die momentan herrschende Stille zu unterbrechen, um eine theoretische Antwort zu geben. Doch ein jeder denkt sich seinen Teil. Vor allem Zoisite ist fest davon überzeugt, den Platz von Neflite einzunehmen, denn immerhin ist er dafür verantwortlich, daß Neflites Versagen endlich ein Ende genommen hat, nachdem die Königin mehr als nur einmal enttäuscht wurde. Und so zeichnet sich, während die anderen noch grübeln, auf seinem Gesicht schon so etwas wie ein Siegeslächeln ab. "Königin Beryll kann keinen anderen für diesen Job nehmen", denkt sich Zoisite und macht schon einige Pläne, wie er dem Sailor-Team das alles heimzahlen will, als seine Gedankenzüge durch das Auftreten ihrer Königin unterbrochen werden.

Beryll: Die Herrscherin wartet! Und ich bin es leid, andauernd bei ihr für euer Versagen Rechenschaft abzulegen!

Die Worte verteilen sich im Saal, und selbst in der letzten Reihe hat man das Gefühl, man stünde direkt vor Ihr. An dem Klang Ihrer Stimme kann man erkennen, daß Sie diesmal nicht solange zögern würde, um Neflites Nachfolger auch nur beim geringsten Versagen seine Grenzen aufzuzeigen. Schon jetzt wünschen sich die meisten, nicht von Ihr erwählt zu werden, doch Zoisite gehört nicht dazu. "Zoisite würde nicht versagen", schießt es ihm in den Kopf und auch diesmal hat Zoisite keine Gelegenheit weiter darüber nachzudenken, da Königin Beryll wieder das Wort ergreift.

Beryll: So wie es aussieht, bin ich nur von Versagern umgeben! Ist denn keiner in der Lage, den Menschen die Energie abzusaugen, die unsere Herrscherin so dringend benötigt?

Die Frage läßt jeden im Saal zusammenzucken.

Alle spüren ihre Wut und fürchten die Konsequenzen, die sich ergeben könnten. Und so bleibt die Frage unbeantwortet, was die Stimmung der Königin nicht gerade verbessert.

"Ich glaube, jetzt ist die beste Zeit, um mich ins Rampenlicht zu rücken", denkt sich Zoisite. "Denn niemand anderem als mir sollte es zustehen, der Herrscherin die benötigte Energie zu sammeln und nebenbei noch das Sailor-Team zu vernichten", flüstert Zosite vor sich hin und sammelt all seine Kraft, um sich seiner Königin zu stellen.

Doch gerade als Zoisite vor die zitternde Menge treten will, passiert etwas, womit er nie im Leben gerechnet hätte.

Kleptomanite: Doch, hier, meine Königin!

Kleptomanite tritt vor seine Königin und verneigt sich, während Zoisite bei diesem Anblick fast die Luft wegbleibt. "Wer ist dieser Kerl, der mir die Show stiehlt", denkt er sich und muß wohl oder übel mit ansehen, wie sich dieser Typ, den er noch nie gesehen hat, darbietet. Nur langsam findet er wieder zu seinem gewohnten Atemrhythmus zurück.

Beryll: Ach, du bist es, Kleptomanite!

Königin Beryll mustert Kleptomanite. Seine verwegenen blauen Haare liegen so im Gesicht, daß man nur schwer seine Augen erkennen kann, geschweige denn irgendwelche Gesichtszüge, die seinen Gefühlszustand verraten. Die schwarze Uniform sitzt wie maßgeschneidert und betont seine perfekte Figur; die weißen Handschuhe bilden das entsprechende Gegenstück zur Uniform. Ein mit 4 Edelsteinen besetzter Ring ist am rechten Ringfinger zu sehen. Kleptomanite ist ziemlich groß gewachsen und in allem wirkt sein Auftreten höchst selbstsicher.

Aber Königin Beryll weiß noch mehr...

Denn immerhin waren sie und Kleptomanite mal ein Paar, was aber niemand weiß, da beide sich sehr viel Mühe gegeben haben, ihren Beziehung geheim zu halten. Als Zeichen ihrer Liebe und Treue hatte er den Ring erhalten. Die vier Edelsteine stehen dabei für die vier Generäle des dunklen Königreiches Jedyte, Neflite, Zoisite und Kunzyte. Das alle in diesem Ring vereint sind, soll symbolisieren, daß er in ihrer Gunst weitaus höher angesiedelt ist, als diese vier und somit der 5. General im Bunde ist, auch wenn die anderen davon eigentlich nichts wissen. Doch das war jetzt schon eine Weile her und die Liebe zu Kleptomanite ist nicht mehr die gleiche wie früher, aber noch immer mag sie ihn. Der Gedanke an seine grünen Augen läßt Königin Beryll wieder von alten Tagen schwärmen, aber dennoch bleibt ihr keine andere Wahl, als ihn jetzt genauso zu behandeln, wie alle anderen.

Denn es zählt nur die Herrscherin!

Beryll: Du meinst also, genug Energie für die Herrscherin sammeln zu können?

Kleptomanite: Ja, meine Königin!

Doch in diesem Moment wird das Gespräch der beiden durch einen Zuruf unterbrochen.

Zoisite: Aber meine Königin!

Zoisite hat sich nach vorne geschlichen und steht nun zwei Meter von den beiden entfernt.

Zoisite: Ich dachte, Ihr würdet mich erwählen, diese Aufgabe zu übernehmen.

Doch Königin Beryll macht nur eine Handbewegung und Zoisite wird zu Boden geworfen.

Beryll: Was wagst du es, mich zu stören?

Zoisite: Aber meine Königin, die Ehre sollte mir gebühren!

Beryll: Ruhe! Du wirst deine Chance bekommen, sollte Kleptomanite versagen. Du weißt, was passiert, wenn du versagst, Kleptomanite?

Kleptomanite: Natürlich, meine Königin!

Beryll: Hast du irgendwelche Einwände, Zoisite?

Zoisite liegt am Boden und schmollt.

"Wer ist dieser verdammte Kleptomanite", denkt er. "Wieso zieht Königin Beryll ihn mir vor?"

Aber er wagt nicht, die Entscheidung der Königin anzuzweifeln.

Zoisite: Nein, meine Königin! Aber wenn es ihm nichts ausmacht, soll er doch sagen, wie er den Menschen die Energie absaugen will.

Beryll: Damit Du endlich Ruhe gibst, stimme ich deiner Bitte zu, Zoisite!

Beryll wendet sich von Zoisite ab und widmet all ihre Aufmerksamkeit wieder Kleptomanite.

Beryll: Dann fang mal an zu erzählen, Kleptomantite, und halte dich kurz, denn lange Geschichten langweilen mich.

Kleptomanite: Ich werde den Menschen ihre liebsten Dinge wegnehmen, meine Königin! Die Energie, die sie verschwenden werden, um die Sachen wiederzufinden, wird genug Energie einbringen, um die Herrscherin damit zu versorgen. Schon bald ist der Sieg unser, meine Königin.

Beryll: Dein Plan hört sich vernünftig an, aber enttäusche mich nicht, denn die Herrscherin ist ungeduldig - und sie verzeiht nicht so leicht wie ich es tue. Nun gehe und möge die dunkle Macht mit dir sein!

Autor: Irgendwo habe ich diese Sätze schon mal gehört! *grübel*

Zoisite hat sich vom Boden aufgerafft und den Plan vernommen. Er sieht, wie Kleptomanite sich noch einmal vor seiner Königin verbeugt und anschließend den Saal verläßt. Zoisite verbeugt sich ebenfalls vor seiner Königin und tritt in die Menge zurück.

Nachdem Königin Beryll wenige Sekunden später den Saal verläßt, atmen alle erleichtert auf und verteilen sich in alle Himmelsrichtungen. Nur Zoisite bleibt noch einige Minuten regungslos stehen und seine Wut steht ihm förmlich im Gesicht geschrieben.

"Dieser Kleptomanite", denkt er sich, "wird sowieso versagen." "Wenn es jemanden gelingen kann, dann nur mir."

Und während er so in seinen Gedanken vertieft ist und dabei auch einige Todessequenzen von Kleptomanite durcharbeitet, hat Kunzyte den Saal betreten und sich an Zoisite herangeschlichen!

Kunzyte: Rate mal, wer wieder da ist.

Zoisite zuckt vor Schreck zusammen. Er ist so vertieft, daß er die Frage garnicht mitbekommt. Zoisite dreht sich um und will gerade zuschlagen, als er Kunzytes Gesicht erblickt. Auf einmal fällt er Kunzyte um den Hals und beginnt zu weinen!

Zoisite: Die Königin... *schluchz*... ist so gemein... *heul*... und dann war da...

Kunzyte ist völlig überrascht und versucht Zoisite erst einmal zu beruhigen.

Zoisite: ...noch dieser Kerl... *schnief*... das ist einfach gemein... *heul*... dabei...

Kunzyte bleibt keine andere Wahl, als dem hysterischem Auftritt Zoisites durch die altbewährte Methode Einhalt zu gebieten. *Klatsch*... schon ist es passiert! Eine harte Ohrfeige Kunzytes trifft Zoisite mitten ins Gesicht und stoppt das Plärren. Nebenbei hinterläßt sie auf Zoisites Wange eine rötliche Färbung, die Kunzyte gefällt. "Vielleicht sollte man das ja mal öfter in gemeinsame Spielchen einbauen", denkt er sich, verwirft diesen Gedanken aber erst einmal, um sich Zoisite zu widmen, der sich mittlerweile die Tränen abgewischt hat.

Kunzyte: Und jetzt noch einmal von vorne und ganz langsam!

Zoisite erzählt, was in Kunzytes Abwesenheit passiert ist und ist auch schon wieder den Tränen nahe, kann sich diesmal aber beherrschen. Kunzyte versteht den Zusammenhang jetzt besser, weiß aber nicht so genau, wie er darauf reagieren soll.

Zoisite: Was soll ich denn jetzt machen? Der Typ hat meinen Job!

Kunzyte umarmt Zoisite und tröstet ihn. Auf einmal kommt ihm ein Gedanke!

Kunzyte: Dafür, daß du nicht erwählt wurdest, kann es nur einen Grund geben, den Autor!

Autor: *Schluck*

(der Autor zuckt zusammen und kippt dabei eine Flasche Fanta um. In letzter Sekunde schafft er es, die Tastatur vor der sich ausbreitenden klebrigen Flüssigkeit in Sicherheit zu bringen. Einige Minuten gehen für Wischarbeiten drauf, ehe er weiterschreiben kann.)

Was soll ich denn jetzt schon wieder damit zu tun haben?

Der Gedanke ist jetzt aber weit hergeholt *grins*

Kunzyte: Vielleicht solltest Du ihm einen Brief schreiben und bitten, daß er sich das alles noch einmal überlegt.

Zoisite: Meinst du wirklich, das könnte helfen?

Kunzyte: Wer weiß? Aber einen Versuch ist es bestimmt wert!

Autor: *freu* Endlich bekomme ich mal wieder Post. Ich kann den Brief gar nicht abwarten.

Zoisite: Du bist ein wahrer Schatz, Kunzyte!

Zoisite umarmt Kunzyte und gibt ihm einen leidenschaftlichen Kuß. Seine Hand wandert über Kunzytes Körper und gemeinsam verlassen sie den Saal und begeben sich auf Zoisites Zimmer. Was dort passiert kann sich wohl ein jeder denken und wird deshalb nicht im Detail erläutert. Nachdem Kunzyte dann mehrere Stunden später das Zimmer verläßt, beginnt Zoisite seinen Brief an den Autor zu schreiben. Kleptomanite hat währenddesssen schon einmal mit seinen Vorbereitungen begonnen.

Und...

Autor: Irgendwas fehlt hier noch! Ach ja...

Das Sailor-Team gibt es ja auch noch...

Was machen die eigentlich? *überleg*

Genau!

Bunny, Ami, Rei und Makoto nutzen die Zeit, in der keine bösen Aktivitäten passieren, um mal zu entspannen. Sie haben sich dazu entschlossen, über das Wochenende in einen Ski-Kurzurlaub zu fahren. Ungefähr zur selben Zeit, als Kleptomanite den Thronsaal verläßt, erreichen sie die kleine Berghütte, die als Behausung für das Wochenende dienen soll. Erschöpft lassen sie ihr Gepäck auf den Boden fallen.

Ami: Brrr, ist das kalt hier drinnen! Wir sollten erst einmal ein Feuer entfachen.

Makoto: Du hast recht, Ami!

Makoto schnappt sich einige Holzscheite und legt sie in den Kamin. Danach geht sie an eines der Gepäckstücke und sucht nach etwas, um das Holz zu entzünden, kann aber keinen Anzünder finden.

Makoto: Bunny! Du hast doch den Anzünder eingepackt, oder?

Bunny hört Makotos Frage nicht, da sie schon wieder mit Essen beschäftigt ist, denn nach dem Aufstieg ist sie hungrig.

Mokoto: Bunny! (weniger vorwurfsvoll, dafür aber etwas verärgert) Hast Du oder hast Du nicht?

Nachdem Bunny das letzte Reißbällchen aus der Packung gegessen hat, reagiert sie endlich auf Makoto, aber nicht ohne die Packung nach letzten Essenresten zu durchforsten.

Bunny: Habe was? (schluckt dabei noch einige Reste herunter)

Makoto ist nun etwas mehr gereizt. Daß Bunny ihr nicht zuhört, ärgert sie! Einige kleine Blitze und Funken scheinen sich an Makotos Körper abzuzeichnen.

Makoto: Den Anzünder eingepackt! Und leg endlich diese Verpackung weg.

Ein Funke schlägt auf die leere Verpackung über und äschert sie ein. Die heiße Asche rieselt durch Bunnys Finger und läßt sie aufschreien.

Bunny: Aua! Was soll das, Makoto? Ich schaue ja schon nach!

Bunny schnappt sich ihr Gepäck und sucht darin nach dem Anzünder.

Bunny: Mal sehen! Proviant... noch mehr Proviant... Comics... Sachen zum Anziehen... An...

Makoto: ...zünder?

Bunny: ...dere Sachen zum Anziehen! Einen Anzünder habe ich nicht. Muß ich wohl vergessen haben. Aber wir haben ja noch Rei, die steht ständig unter Feuer!

Bunny schaut in Reis Richtung und kann sich dabei ein Schmunzeln nicht verkneifen.

Rei: Typisch Bunny! Kaum vertraut man ihr mal eine wichtige Sache an, versagt sie, und wir müssen das nachher ausbaden.

Ami: Seid nicht so gemein zu Bunny. Sie kann nichts dafür, daß sie so ein Tolpatsch ist. So wie es aussieht, mußt du doch wohl das Feuer anzünden Rei!

Rei: Das geht entschieden zu weit. Irgendwie fühle ich mich benutzt und erniedrigt.

Bunny: Dann dürfte es ja kein Problem für dich sein. Das kennst du ja schon von deinen Liebhabern!

Bunny kann sich auch diesmal ein Schmunzeln verkneifen.

Rei: Nimm das zurück, Bunny, und zwar sofort!

Bunny: Was zurücknehmen?

Rei: Was du gesagt hast!

Und so beginnt wieder ein üblicher Streit zwischen Bunny und Rei, der aber schon wenig später von Makoto unterbrochen wird.

Makoto: Könntet ihr endlich aufhören? Euch mag ja dabei warm werden, aber wir frieren!

Rei: Ich werde Feuer machen, aber unter Protest!

Rei begibt sich zum Kamin und berührt einige Holzscheite, die darauf sofort Feuer und Flamme sind. Es dauert einige Minuten, bis es in der Hütte schön warm ist. Als eine angenehme Temperatur erreicht ist, können alle endlich mit einem geregelten Ablauf weitermachen.

Makoto: So ist es doch schon viel besser! Findest Ihr nicht?

Rei: Du hast vollkommen recht Makoto und außerdem laß ich mir von Bunny das Wochenende nicht vermiesen.

Bunny schaut leicht von ihrem Sailor V Comic auf, welches sie mittlerweile zu lesen angefangen hat, und streckt Rei die Zunge entgegen.

Bunny: Bäh!!!!

Rei reagiert diesmal aber nicht auf Bunny und widmet sich statt dessen den anderen.

Rei: Sag mal Ami, findest du es nicht seltsam, daß es in letzter Zeit so ruhig geworden ist?

Ami: Irgendwie hast du schon recht, aber ich denke, eine kleine Pause haben wir uns redlich verdient, denn Jedyte und Nephlite haben uns ganz schön zu schaffen gemacht - und wenn wirklich etwas passiert, während wir hier sind, wird Luna uns schon verständigen.

Bunny: Was soll schon passieren? Die Bösen sind besiegt und wir können spielen, viele Comics lesen oder Makotos leckere Reisbällchen essen.

Rei: (leicht verärgert) Du solltest dich langsam der Situation anpassen und an unsere Mission denken, denn immerhin haben wir unsere Prinzessin zu suchen. Außerdem haben wir das Böse bestimmt noch nicht besiegt. Du als unsere Anführerin solltest das wissen!

Ami: Ich muß Rei leider recht geben. Luna hat uns doch immer wieder gesagt, daß wir auf der Hut sein müssen, und bestimmt hecken die Bösen schon wieder einen Plan aus, wie sie den Menschen schaden können.

Bunny: Ja, ja... (wirkt dabei nicht unbedingt motiviert)

Makoto: Und außerdem kann Tuxedo Mask uns nicht immer aus der Patsche helfen!

Bunny: Wo ist Tuxedo Mask? Wo? Wo? (Schaut dabei wild in alle Richtungen) Mein geliebter Tuxedo Mask, mein Held, mein Retter...

Rei: Tuxedo Mask ist nicht hier, Bunny, und jetzt sei ruhig. Zudem rettet Tuxedo Mask keine kleinen dicken Mädchen, sondern nur solche Schönheiten wie mich.

Bunny: Wie gemein *heul* ich bin nicht dick und Tuxedo Mask ist mein Freund. (Bunny fängt langsam an zu weinen)

Rei: Doch, du bist dick, und eine Heulsuse mag Tuxedo Mask auch nicht.

Ami: Jetzt hör endlich auf, Bunny zu ärgern und kommt beide her, denn Makoto hat unseren Abendessen zu bereitet.

In der kurzen Zeit, die Rei und Bunny wieder mit ihrem üblichen Problemen beschäftigt waren, hat Makoto es wieder einmal geschafft ein leckeres Mahl zuzubereiten. Wenn man bedenkt, was für eine kleine Kochstelle sie in der Hütte nur zur Verfügung hat, grenzt das an ein Wunder. Noch bevor Makoto sagen konnte "Laßt es euch schmecken", hat sich Bunny schon den vielen Leckereien gewidmet. Langsam nehmen auch Rei und Ami Platz und gemeinsam sitzen sie im Kreis um die auf dem Boden verteilten Essensportionen und lassen es sich schmecken.

Bunny: Das ist wirklich lecker, Makoto *mampf* kannst du mir noch etwas von dem Natchtisch rüberreichen...?

Rei: Ich frage mich immer wieder, wie du das schaffst, Makoto! Jedesmal wenn du ein Essen zubereitest, schmeckt es wunderbar.

Makoto: Wißt ihr, das Kochen macht mir halt sehr viel spaß, und wenn ich für Freunde kochen darf, macht es mir noch viel mehr spaß. Eines Tages werde ich genauso für meinen Geliebten kochen, und wir werden beide glücklich sein. Wo bist du nur, mein Geliebter? Wann werden wir zusammensein?

Autor: *grins* Wie gut, daß Makoto nicht weiß, daß sie darauf noch lange warten muß, sonst würde den anderen das Essen bestimmt nicht so schmecken!

Makoto träumt wieder etwas vor sich hin, und nachdem alle aufgegessen haben, macht sie sich daran, die Reste wegzuräumen, wobei ihr Rei und Ami helfen. Nur Bunny hat wieder einmal soviel in sich hineingestopft, daß sie es nicht schafft, gleich aufzustehen und statt dessen auf dem Boden sitzen bleibt.

Bunny: Mann, bin ich satt! So gut habe ich lange nicht mehr gegessen.

Rei: Lüg doch nicht, Bunny. Du hast doch erst gestern genauso viel bei Makoto zu Hause verdrückt.

Bunny: Oh! Das hatte ich ganz vergessen *grins* Aber wenn Makoto kocht, schmeckt das Essen halt sehr gut.

Rei: Ja, Ja... und jetzt hilf uns endlich mit dem Abwasch.

Bunny hat es endlich geschafft, sich vom Boden aufzuraffen und hilft den anderen bei den Hausarbeiten. Nachdem diese erledigt sind, meldet sich Ami zu Wort.

Ami: Nachdem wir Mokoto bei dem beiwohnen durften, was ihr am meisten spaß macht, habt ihr doch bestimmt nichts dagegen, dem beizuwohnen, was mir spaß macht und zwar...

Alle anderen: Du willst doch nicht etwa lernen?

Ami: Doch, und zwar hier und jetzt. Ihr habt doch nicht die Prüfungen vergessen, die in zwei Wochen anstehen?

Alle anderen: Bitte nicht...

Ami läßt sich aber nicht erweichen und kramt aus ihrer Tasche einige Hefte heraus. Eines davon reicht sie Bunny und ein anderes Makoto.

Ami: So, das ist unser Stoff für heute abend. Wenn wir fleißig lernen, dürften die Prüfungen kein Problem darstellen. Nicht einmal für dich, Bunny, und ein paar gute Noten könntest du auch mal wieder gebrauchen.

Rei: Ja Bunny! Du mußt viel lernen, und ich werde ein Auge auf dich haben, während du das tust. Und zwar von dem kuschligen Sessel dort drüben am Kamin. Wie gut, daß ich auf eine andere Schule gehe *freu*

Ami: *hust* Rei!

Rei: Ja, Ami? Was kann ich für dich tun? Soll ich die anderen beim Lernen überwachen?

Ami: Ähm, nicht ganz, Rei (schaut dabei etwas verlegen)

Rei: Sondern?

Ami: Ich habe mir erlaubt, anhand deines Stundenplans (zeigt Rei den Stundenplan) und dem Unterrichtsstoff deiner Klassenstufe, sowie den Prüfungsterminen an deiner Mädchenschule (zeigt Rei einen Terminplan sämtlicher Prüfungen aller Klassen von Reis Mädchenschule) einen Lernplan speziell für dich zu erstellen. Hier ist dein Heft!

Rei: Aaaaaaahhhhhhhhh!

Bunny: Hehe!

Ami: Ruhe, jetzt wird gelernt, denn es ist bald Schlafenszeit und die Zeit bis dorthin wollen wir doch sinnvoll nutzen, oder?

Irgendwie wagt es keiner in dieser Situation, Ami zu unterbrechen und so lernen alle fleißig, bis sie zwei Stunden später müde in ihre Betten fallen und wie die Murmeltiere die Nacht durchschlafen.

Doch die Nacht sollte nicht ungenutzt bleiben und Kleptomanites Werk hat begonnen. Zur gleichen Zeit, wo das Sailor-Team tief in ihren Träumen versunken ist, trifft sich Kleptomanite mit seinen Youmas und unterweist sie in sein Vorhaben.

Kleptomanite: Ich glaube, ich brauche nicht zu erwähnen, warum ich euch als meine Gehilfen erwählt habe, oder?

Kleptomanite richtet die Frage an seine Gehilfen, die sich vor ihm versammelt haben, und bekommt darauf nur die von ihm erwartete Antwort: "Nein". Deswegen fährt er auch gleich weiter fort mit seiner Einweisung.

Kleptomanite: Wie ihr schon wißt, sind eure Fähigkeiten für mich von unschätzbarem Wert. Wenn ihr euch nicht allzu dumm anstellt, wird bald die gesamte Energie der Menschen unserer Herrscherin gehören, und wir werden gut belohnt werden! Ihr wißt aber auch, was passiert, wenn nur einer von uns versagen sollte. Also macht eure Arbeit gut! Ich habe mir erlaubt, einige Instruktionen auszuarbeiten und somit jedem ein gesondertes Arbeitsgebiet zu zuweisen.

Kleptomanite sucht in einer Tasche nach den Arbeitsanweisungen seiner Youmas, findet aber nichts.

Kleptomanite: Wer war das?

Youma1: Wir haben uns erlaubt, eine kleine Kostprobe unserer Fähigkeiten zu demonstrieren und haben unsere Arbeitsanweisung aus ihrer Tasche genommen, als sie ihre kleine Ansprache gehalten haben.

Alle Youmas halten ein weißes Blatt Papier in die Luft.

Kleptomanite: Nun gut! Wenn ihr also schon alles wißt, warum seid ihr noch hier? Los, an die Arbeit, und wenn alles klappt, gehört der blaue Planet bald dem dunklen Königreich.

Kleptomanite beendet seine Anweisung und entläßt alle Youmas in ihre Arbeitsbereiche. Er selbst kehrt in sein Arbeitszimmer zurück, wo er die Energie der Menschen empfangen wird. Wie sich herausstellt, leisten seine Youmas gute Arbeit, und er braucht gar nicht lange zu warten, bis der Energietransfer startet.

Als Kleptomanite die ersten Energieportionen empfängt, sitzt das Sailor-Team noch nichts ahnend beim Frühstück. Bei Tee und Gebäck genießen sie den herrlichen Morgen.

Bunny: Ich habe geschlafen wie ein Murmeltier. Und ihr?

Obwohl es früh am Morgen ist, stopft sich Bunny schon wieder den Magen voll. Einem Gebäckstück folgt das nächste, wobei sie jedesmal mit etwas Tee nachspült, um Platz zu schaffen.

Rei: Ich habe lange nicht so gut geschlafen!

Ami: Das liegt bestimmt an der frischen Luft hier oben. Unten in der Stadt haben wir viel zu viel Verkehr.

Bunny: Ich glaube, das liegt eher an dem anstrengenden Lernen, das wir gestern hatten (kann sich dabei ein Schmunzeln in Amis Richtung nicht verkneifen)

Rei: Ach ja? Wo hast du denn gelernt? Ein Comic in seinem Heft zu verstecken, hat garantiert nichts mit lernen zu tun! Und bestimmt mag Tuxedo Mask auch keine dummen Mädchen!

Bunny bekommt diese Anspielung aber nicht genau mit, da sie immer noch mit Frühstücken beschäftigt ist. Deshalb verläuft die restliche Zeit des Frühstückes ohne besondere Vorkommnisse, bis plötzlich der Sailor-Communicator, der eine ständige Verbindung zwischen Luna und ihnen ermöglicht, ertönt. Ami reagiert am schnellsten und meldet sich.

Ami: Ja, Luna! Was gibt es?

Bunny, Makoto und Rei haben sich um Ami herum versammelt und hören, was Luna zu sagen hat.

Luna: Es tut mir leid, daß ich euch stören muß, aber so wie es scheint, ist das Böse wieder aufgetaucht. Im Fernsehen tauchen immer wieder neue Meldungen von Geständen, die auf einmal verschwunden sind, auf. Es bleibt euch leider nichts anderes übrig, als schnellstmöglich herzukommen!

Ami: Gut, Luna, wir sind schon unterwegs!

Bunny schmeißt sich vor Ami und spricht in den Communicator!

Bunny: Hallo Luna! Toll, daß du dich meldest. Hier oben ist es wirklich herrlich, schade, daß du nicht hier bist.

Luna: Hast du nicht mitbekommen, was ich sagte?

Bunny: Doch, doch! Ein paar Sachen sind verschwunden. Die werden sich schon wieder an finden, und das mit den Bösen glaube ich nicht. Die werden doch bestimmt nicht am Wochenende arbeiten?

Luna: Bunny! Du sollst gefälligst hierher kommen und die Vorfälle untersuchen, denn zu den verschwundenen Gegenständen gehört zufällig auch Reis Tempel! Viele Leute suchen schon die ganze Gegend nach Hinweisen ab, aber man hat bis jetzt noch nichts gefunden. Er scheint einfach so verschwunden zu sein, weswegen ich vermute, daß das Böse dahinter steckt.

Als Rei das von ihrem Tempel hört, reißt sie den Communicator an sich.

Rei: Warum hast du das mit dem Tempel nicht gleich gesagt? Wir sind schon unterwegs. Also, bis heute Abend!

Rei beendet das Gespräch mit Luna und wendet sich an Bunny.

Rei: Bunny! Du packst jetzt sofort deine Sachen und bist ruhig, bis wir wieder zu Hause sind.

Makoto: Das ist unglaublich! Dein Tempel einfach spurlos verschwunden! Dein armer Großvater und Yuuichiro, die sich beide bestimmt Gedanken darüber machen, was passiert ist.

Rei: Ach, vergiß Yuuichiro! Mein armer Großvater! Wir müssen schnellsten herausfinden, wer dahinter steckt - und im Namen des Mars werde ich ihn bestrafen!

Noch vor wenigen Minuten schien alles perfekt, doch plötzlich sind alle in reger Aufruhr. Reis Tempel ist verschwunden und noch viele andere Dinge. Dahinter steckt nach Lunas Vermutung das Königreich des Dunklen. In Windeseile packen die vier ihre Sache und machen sich auf die Heimreise. Die Gedanken aller kreisen um das Geschehene.

Zugegeben, Bunny Gedanken drehen sich eher um das verpaßte Wochenende. Deswegen ist es kaum verwunderlich, daß Bunny die meiste Zeit schmollt. Rei ist voller Sorge um ihren Großvater, und Ami recherchiert mit ihrem Super-PC, wobei ihr Makoto hilft, um vielleicht etwas herauszubekommen.

Einige Stunden später treffen sie dann Luna beim Tempelplatz. Reis erster Gedanke gilt ihrem Großvater, und sie verläßt deshalb für den Augenblick die Gruppe. Die anderen erhalten von Luna einen Lagebericht. Sie unterweist Bunny, Ami und Makoto in die Geschehnisse der letzten Stunden und legt eine Liste der verschwundenen Gegenstände vor.

Ami: Gibt es irgendeinen Zusammenhang zwischen den Gegenständen?

Luna: Leider nein! Die Gegenstände sind alle zu unterschiedlich, als daß da ein direkter Zusammenhang bestehen könnte.

Ami: Es gibt bestimmt einen Zusammenhang, den wir im Moment noch nicht sehen. Was wissen wir sonst noch über die Gegenstände?

Luna: So, wie es aussieht, gibt es nicht viel darüber zu sagen, außer daß sie alle vermißt werden und die jeweiligen Besitzer überall danach suchen.

Ami: Dann muß darin irgendwo die Lösung liegen! Aber wer sollte dahinter stecken?

Makoto: Vielleicht Zoisite? Nach Jedytes und Nephlites Tod hatten wir doch kurz das Vergnügen mit ihm, bevor es ruhig wurde.

Luna: Auszuschließen wäre es nicht, aber bis jetzt hat sich der Übeltäter noch nicht zu erkennen gegeben. Es ist also durchaus möglich, daß Zoisite dahinter steckt. Wir müssen versuchen herauszufinden, wo der Feind als nächstes zuschlagen wird! Vielleicht ist es Rei möglich, mit ihren Kräften etwas zu sehen.

Ami: Die arme Rei. Ich hoffe nur, ihrem Großvater geht es nicht allzu schlecht.

Bunny: Da kommt Rei ja schon wieder!

Rei: *ring* ring* ring*

Autor: Wieso ring ring ring? Ach so, es hat an der Tür geläutet! Mal sehen wer mich da stört.

Der Autor begibt sich zur Tür und öffnet sie. Vor ihm steht der Briefträger mit einem Einschreiben.

Autor: Oh! Darauf habe ich schon gewartet *freu*

Nachdem er den Empfang quittiert hat, begibt er sich zurück in sein Arbeitszimmer und öffnet auch gleich die Post, um sie zu lesen.


Zoisite, einer der Mächtigen Vier des Dunklen Königreiches.

Betreff: Warum Kleptomanite und nicht ich?

Sehr geehrter Herr Autor,

ich weiß nicht, warum ich es verdiene, auf einmal so mies behandelt zu werden? Habe ich nicht immer alles so gemacht, wie Sie es wollten und dabei meine Sache gut gemacht? Und dann setzen Sie an meiner Stelle diesen Kleptomanite in die Hauptrolle!

Ich kann gar nicht genau beschreiben, wie ich mich jetzt fühle. Wenn es Ihnen also nichts ausmacht, würde ich mich darüber freuen, wenn Sie die Story so umschreiben, daß ich im Mittelpunkt stehe. Ich wäre Ihnen über alles dankbar.

Ihr untertänigst ergebener

Zoisite


Der Autor legt den Brief beiseite und begibt sich wieder an seine Schreibutensilien. Da er von der Ankunft des Briefes wußte, hat er seinerseits schon eine Antwort los geschickt, bevor er den Brief von Zoisite erhielt. So ist es wenig verwunderlich, daß zur gleichen Zeit irgendwo am Nordpol ein Briefträger verzweifelt nach dem Versteck der Feinde sucht, um dort ebenfalls ein Einschreiben abzugeben.

Briefträger: *brr* Mann, ist das kalt! Ich kann gar nicht glauben, daß hier irgendwer wohnen sollte! Ich hätte mich niemals auf diese Tour einlassen dürfen, aber was macht man nicht für eine Sonderzulage. Ich hätte eigentlich schon bei der Zustelladresse ablehnen müssen: Irgendwo am Nordpol! Bin gespannt, ob ich den Brief zustellen kann.

Plötzlich taucht Zoisite vor dem bis zu den Knien im Schnee versunken Briefträger auf und stellt sich ihm vor.

Zoisite: Ich glaube, Sie haben etwas für mich!

Zoisite, der schon sehnlichst auf die Antwort gewartet hat, breitet seine Hand aus, worauf der Briefträger ihm das Einschreiben überreicht. Nachdem Zoisite den Empfang ebenfalls quittiert hat, macht sich der Briefträger wieder auf den Weg zu seiner Filiale. Zoisite begibt sich seinerseits auf dem schnellsten Weg in sein Quartier, um die Antwort zu lesen.


Hi Zoi,

es tut mir ja ehrlich leid, was dir da widerfahren ist, aber wenn du der Meinung bist, daß du eigentlich an der Stelle von Kleptomanite der Herrscherin dienlich sein solltest, dann mußt du schon irgendwie selbst dafür sorgen. Ich kann dir dabei leider nicht helfen. Aber es wird dir doch nicht am Erfindungsreichtum fehlen, um irgend etwas Gemeines auszutüfteln. Oder bist du doch eher ein Waschlappen, anstatt einer der Großen Vier? Also, wenn du anderer Meinung bist, dann mußt du das jetzt selbst in die Hand nehmen!

Bis zum nächsten Mal

der Autor


Zoisite hat sich eigentlich mehr von der Antwort erhofft und ist deshalb sehr verärgert. Voller Wut knüllt er den Brief zu einer kleinen Kugel zusammen und schleudert diese durch den ganzen Raum.

Zoisite: Na gut! Wenn es nicht anders geht, werde ich mich der Sache ab jetzt persönlich annehmen. Dieser Kleptomanite wird sich noch wundern!

Zoisite macht sich auf den Weg, um das Sailor-Team, das immer noch am Tempelplatz darüber nachdenkt, was zu tun sei, zu kontakten. Dabei hofft er, ihnen wertvolle Informationen zu liefern und dadurch Kleptomanite los zu werden.

Rei: Habt ihr schon etwas rausgefunden?

Ami: Luna hat uns eine Liste der vermißten Gegenstände gezeigt. Doch leider haben wir keine Ahnung, was die Gemeinsamkeit ist. Eigentlich haben wir gehofft, du könntest mit deiner Gabe vielleicht etwas sehen. Aber wie geht es eigentlich deinem Großvater?

Rei: Meinem Großvater geht es den Umständen entsprechend. Er fragt sich immer wieder, wie so ein großes Gebäude einfach verschwinden konnte, obwohl er doch die ganze Zeit daheim war. Ich habe versucht, ihm soweit es geht zu beruhigen. Was meine Kräfte anbelangt, können wir es gerne versuchen, doch wo? Normalerweise habe ich immer im Tempel meditiert, aber das ist jetzt ja schlecht möglich!

Ami: Im Moment können wir hier wenig ausrichten. Ich schlage vor, wir gehen zu mir und überlegen dort weiter.

Rei: Gut, das machen wir.

Das Sailor-Team begibt sich, nachdem es sich vom Großvater verabschiedet hat, zu Ami, um dort zu beratschlagen. Da Amis Mutter im Krankenhaus zur Nachtschicht eingeteilt ist, befinden sie sich ganz alleine im Haus. Auf Anraten der anderen versucht Rei, mit ihren Kräften irgend etwas zu sehen, doch hat sie dabei wenig Glück.

Irgendwie gelingt es ihr nicht auch nur das geringste zu sehen, obwohl sie sich so sehr konzentriert, wie es nur geht. Nach mehreren Fehlversuchen will Rei schon aufgeben, versucht es aber trotzdem noch ein letztes Mal. Im Gegensatz zu den Versuchen vorher, scheint diesmal etwas zu passieren.

In ihren Gedanken formt sich langsam das Bild einer Person, die das Sailor-Team schon kennengelernt hat; nämlich Zoisite. Er schlägt dem Sailor-Team vor sich im Stadtpark zu treffen, wenn es wissen will, wer wirklich hinter den Ereignissen steckt. Die Erscheinung wiederholt sich danach noch einmal. Allem Anschein nach will Zoisite auf jeden Fall sichergehen, daß die Nachricht auch vom Sailor-Team erhalten wird.

Als wenig später das Bild in Reis Gedanken wieder so schnell verschwunden ist, wie es auftauchte, berichtet sie von ihrer Vision. Außerdem warnt Rei davor, daß es eine Falle sein könnte. Sie erinnert an die Geschichte mit Jedyte, der es auf eine ähnliche Tour versucht hat.

Luna: Das ist wirklich sehr merkwürdig!

Makoto: Weshalb merkwürdig?

Luna: Sagtest du nicht, daß Zoisite in der Vision auf jemand anderem hindeutete?

Rei: Doch, aber ich sagte auch, daß es sich um eine Falle handeln könnte.

Luna: Wir sollten aber trotzdem hingehen. Wenn wirklich jemand anderer hinter diesen Dingen steckt, dann ist es schon hilfreich, wenn wir wüßten wer und warum.

Bunny: Luna, muß das sein? Es ist doch schon Abend und ich bin müde *gähn*. Können wir nicht bis Morgen früh warten?

Rei: Nein, das können wir nicht! Ich will meinen Tempel wieder, und wenn doch Zoisite hinter diesen Dingen steckt, werde ich ihn bestrafen. Ihr wißt ja nicht, wie wütend ich bin (überall an Reis Körper scheinen kleine Flammen empor zu schießen).

Luna: Aber seid vorsichtig, für den Fall, daß es sich doch um eine Falle handelt! Und nun verwandelt euch!

Bunny: *gähn* wenn es sein muß! MACHT der MONDNEBEL...

Ami: MACHT der MERKURNEBEL...

Rei: MACHT der MARSNEBEL...

Makoto: MACHT der JUPITERNEBEL...

Alle:... MACHT AUF!

Es folgt eine der üblichen Verwandlungsszenen, die sich aufgrund mehrerer akrobatischer Verrenkungen von Sailormoon, über einige Minuten hinzieht. Als Sailormoon endlich ihre Verwandlung abgeschlossen hat, muß sie feststellen, daß sie alleine ist. Da sie glaubt, die anderen wären ohne sie losgegangen, fängt sie auf der Stelle an zu heulen. Wenig später tauchen Sailor Mars, Sailor Jupiter uns Sailor Merkur aber schon wieder auf.

Sailor Mars: Während du mal wieder eine Ewigkeit gebraucht hast, Dich zu verwandeln, hat Sailor Jupiter schnell noch eine kleine Stärkung für uns zubereitet.

Alle halten ein Sandwich in die Luft.

Sailor Mars: du hast doch nicht geglaubt, daß wir dich alleine lassen. Wie lange hätten wir denn im Park später auf dich warten sollen? Und jetzt hör auf zu heulen und komm!

Nachdem Sailormoon die Tränen weggewischt hat, machen sich alle auf den Weg zum Treffpunkt, in der Hoffnung, dem Spuk bald ein Ende zu bereiten. Unterwegs fällt Bunny auf, daß sie selbst kein Sandwich bekommen hat und beschwert sich deshalb bei Rei. Makoto vertröstet Bunny mit den Worten "Nachher mache ich Dir ein extra großes Sandwich" auf später und erstickt damit eine aufkommende Diskussion im Keim.

Etwas später erreichen sie den Stadtpark und halten Ausschau nach Zoisite. Alle sind sehr angespannt, da man immer noch mit einem Hinterhalt rechnet. Doch es sollte keiner sein. Anstatt irgendeiner Attacke aus dem Hinterhalt findet man Zoisite lässig auf einer Parkbank sitzend vor. Dabei hält er einige Blumen in der Hand und schnuppert ihren Duft. Als er das Sailor-Team bemerkt, legt er die Blumen beiseite und widmet all seine Aufmerksamkeit den vier Mädels.

Zoi: Da seid ihr ja endlich! Ich dachte schon, ihr hättet meine Mitteilung nicht erhalten. Ich...

Zoisite will weiter fortfahren wird aber von Sailor Mars unterbrochen.

Sailor Mars: Was willst du von uns? Wo hast du die verschwundenen Gegenstände? Los, rede!

Zoisite ist von Sailor Mars' Aufbrausen wenig beeindruckt. Er wartet ab, bis Sailor Mars alles gesagt hat und fährt dann seinerseits mit dem Gespräch fort.

Zoisite: Nun mal ruhig Mädels! Wer hat denn etwas davon gesagt, daß ich mit der Sache was zu tun habe? Ich bin eigentlich hier, um euch meine Hilfe anzubieten, aber wenn ihr nicht wollt, dann gehe ich halt wieder.

Sailormoon: Nein, warte, geh bitte nicht! Sag uns, wer hinter diesen Dingen steckt.

Zoisite: Eigentlich mißfällt es mir, euch zu helfen, und am liebsten würde ich euch vernichten, aber im Moment bleibt mir leider keine andere Wahl. Der, der für das alles hier verantwortlich ist, nennt sich Kleptomanite.

Sailor Mars: Kleptomanite? Wer ist das?

Zoisite: Ich kenne ihn selber erst seit kurzem und er ist nicht gerade mein Freund, aber es scheint so, als würde sein Plan funktionieren.

Sailor Mars: Welcher Plan? Los, sag schon oder müssen wir dir jedes Wort einzeln aus der Nase ziehen?

Zoisite: Immer mit der Ruhe! Also, sein Plan ist, alles zu stehlen, was auch nur irgendwie vermißt werden könnte. Die liebsten Dinge eines Menschen. Ihr habt ja sicherlich schon mitbekommen, daß viele Menschen verrückt spielen, weil ihnen etwas abhanden gekommen ist. Die dabei aufgebrachte Energie wird in diesem Augenblick von Kleptomanite empfangen!

Sailor Mars: Warum sollten wir dir trauen? Wenn es wirklich so ist, wie du sagst, läuft es doch für dein dunkles Königreich super. Also, ich glaube nicht so recht an deine Geschichte.

Sailor Merkur: Und was ist, wenn er doch die Wahrheit sagt? Wir müssen allem nachgehen, wenn wir die Erde retten wollen. Immer mehr Menschen spielen schon verrückt und die Liste der verschwundenen Gegenstände ist schon zu groß.

Sailor Jupiter: Weshalb sagst du uns das alles? Was ist für dich drin?

Zoisite: Sagen wir mal so: Ich tu euch einen gefallen, und ihr tut mir einen Gefallen, in dem ihr Kleptomanite vernichtet. Das wäre alles.

Sailormoon: Sind wir denn jetzt keine Feinde mehr, Zoisite?

Zoisite: Du Dummerchen! Nur weil ich euch einen Hinweis gebe, sind wir nicht gleich Freunde. Wenn das alles vorbei ist, wird alles wieder seinen geregelten Gang gehen.

Sailormoon: Das muß nicht sein! Wir können doch Freunde werden.

Sailormoon versucht Zoisite auf die Seite des Guten zu ziehen, aber es läßt sich darauf nicht ein, worauf Sailor Mars einen anderen Vorschlag unterbreitet.

Sailor Mars: Ich schlage vor, wir vernichten Zoisite und danach kümmern wir uns um Kleptomnanite.

Zoisite: Hast du da nicht irgend etwas vergessen? Wie willst du denn Kleptomanite aufspüren, oder habt ihr etwa schon eine Spur von ihm? Wenn ihr jetzt vorhabt, mich zu vernichten, was ich sowieso bezweifle, wird es für eure niedliche kleine Erde zu spät sein. Also, was wollt ihr jetzt machen?

Zoisite schnappt sich wieder einige Blumen und spielt mit ihnen, wobei sich ein breites, selbstgefälliges Grinsen über sein Gesicht ausbreitet. Das Sailor-Team überlegt unterdessen, welche Lösung die beste wäre und kommt schließlich zu dem Entschluß, Zoisites Hilfe anzunehmen.

Sailor Merkur: Gut, wir vertrauen dir! Aber wie können wir Kleptomanite stoppen?

Zoisite: Ganz einfach! Ihr braucht doch nur die Energiezufuhr zu unterbrechen.

Sailor Mars: Sehr witzig!

Sailor Jupiter: Genau! Wie sollen wir das anstellen? Bis jetzt haben wir noch keine Möglichkeit, seine Helfershelfer ausfindig zu machen. Wie etwas bekämpfen, was man nicht sieht? Keiner der Betroffenen hat auch nur das geringste gesehen, oder gehört!

Zoisite: Ich sagte doch, daß ich euch helfe. Wenn ich weg bin, werden auf der Parkbank einige Gegenstände erscheinen, die euch dabei helfen werden, die Übeltäter ausfindig zu machen. Genaugenommen ist es mehrmals derselbe Gegenstand: für jede von euch eine Ausrüstung.

Sailor Mars: Wieso erst, wenn du weg bist? Vertraut du uns etwa nicht?

Zoisite: Ich bin doch nicht dumm. Immerhin sind wir Feinde und außerdem liegt es in der Natur des Bösen, immer mißtrauisch zu sein. Ihr werdet also verstehen, weshalb ich auf diese kleine Vorsichtsmaßnahme nicht verzichte. Mit der Ausrüstung solltet ihr schnell Kleptomanites Helfer aufspüren können, und wenn die Energiezufuhr erst einmal unterbrochen wird, muß er sich der Sache persönlich annehmen.

Zoisite löst sich in Luft auf, und wenig später erscheinen auf der Parkbank vier Sonnenbrillen. Jede nimmt eine Brille an sich.

Sailormoon: Super! Eine Sonnenbrille. Sehe ich damit nicht toll aus?

Sailormoon setzt die Brille auf und fühlt sich wie ein Filmstar, der nicht erkannt werden will. Nur Sailor Mars und Sailor Jupiter sind noch etwas skeptisch, da sie keine Ahnung haben, wie ihnen die Brillen helfen sollen. Aber Sailor Merkur hat schon eine Theorie.

Sailor Merkur: Warum ich nicht selbst drauf gekommen!

Sailor Jupiter: Worauf gekommen?

Sailor Mars und Sailor Jupiter sind auf Amis Theorie gespannt. Nur Sailormoon zeigt mal wieder wenig Interesse und spielt lieber weiter mit ihrer Brille Filmstar. Sailor Mars findet an Sailormoons Albernheiten wenig Gefallen und nimmt ihr vorerst die Brille weg. Da Sailormoon nun nichts mehr zum Spielen hat, hört sie Sailor Merkur ebenfalls zu.

Sailor Merkur: Also, ich stelle mir das so vor, daß die Bösen in der Lage sind, das Licht so zu brechen, daß sie für uns unsichtbar sind. Deshalb hat man auch nie jemanden gesehen. Ich vermute, mit der Brille sind wir in der Lage, unsere Feinde zu sehen.

Sailor Mars: Meinst du wirklich?

Sailor Mars gibt Sailormoon ihre Brille wieder und alle setzen die Brille auf.

Sailormoon: Aber sagtest du nicht, damit kann man unsere Feinde sehen? Ich sehe aber nichts, außer den Blumen hier!

Alle anderen: Oh Sailormoon! *seufz* Kann das vielleicht damit zusammenhängen, daß sich zur Zeit keine Feinde hier im Park aufhalten!

Sailormoon: Aber Zoisite sagte doch, Kleptomanite läßt alle Dinge stehlen, die der Mensch liebt! Und jeder Mensch liebt nun mal Blumen. Oder nicht?

Sailor Mars: Ich schlage vor, wir gehen zurück in die Stadt. Wenn ich mich nicht irre, gibt es dort viel für uns zu tun.

Sailor Merkur: Das glaube ich auch. Wir wissen leider nicht, wie viele Helfer Kleptomanite hat.

Sailor Jupiter: Dann los!

Gemeinsam begeben sie sich zurück in die Stadt. Sie brauchen gar nicht lange suchen, denn überall sehen sie die Helfer von Kleptomanite. Da die Helfer nicht ahnen, daß sie von dem Sailor-Team wahrgenommen werden können, machen diese mit ihrer Arbeit weiter. Dabei stellt das Sailor-Team fest, daß die Dinge in Wirklichkeit nicht vom Platz verschwinden, sondern nur um ein vielfaches verkleinert werden. Langsam kommen Sailor Mars einige bedenken, wie sie alle Helfer besiegen sollen, da es doch dem Anschein nach sehr viele sind. Aber Sailor Merkur beruhigt alle.

Sailor Merkur: Zoisite hat doch gesagt, daß wir den Energiefluß unterbrechen sollen, damit Kleptomanite auftaucht. Deshalb genügt es schon, nur wenige Helfer auszuschalten. Ich glaube nämlich, daß die Gegenstände nach dem Tod eines Helfers wieder groß werden und somit die Energiezufuhr vermindert wird. Wenn wir noch davon ausgehen, daß ein Helfer sehr viele Dinge verkleinert hat, dürften wenige Helfer schon ausreichen, um die Aufmerksamkeit von Kleptomanite zu erregen. Und wenn wir erst einmal Kleptomanite besiegt haben, ist alle wieder in Ordnung, wenn man das so nennen kann.

Sailor Mars: Gut! Dann fangen wir mit dem dort an.

Sailor Mars zeigt in die Richtung, wo gerade einer der Helfer ein Auto verschwinden läßt und will gerade zu einem Feuerball ansetzen, als Sailor Merkur sie davon abhält.

Sailor Mars: Was soll denn das? Wollen wir nun den Feind besiegen oder nicht?

Sailor Merkur: Doch! Aber hast nicht bemerkt, daß sie uns gar nicht wahrnehmen, da sie vermuten nicht gesehen zu werden? Wir sollten also nicht einfach den nächstbesten Angreifen und damit vielleicht alle anderen auf uns aufmerksam machen, sondern versuchen, jemanden allein zu erwischen. Leider hätte dein Feuerball sicherlich die Aufmerksamkeit der drei dort drüben (zeigt auf drei Helfer, die sich gerade eine Pause gönnen) auf uns gezogen.

Sailor Mars: Oh, natürlich! Du hast vollkommen recht. Ich war so in Gedanken, daß mir beinahe ein Fehler unterlaufen wäre. Gut, daß du mich davon abgehalten hast.

Auf Amis Anraten nimmt sich das Sailor-Team die Helfer einzeln vor. Alleine hat ein Helfer keinerlei Chance gegen die vier Sailors und wird vernichtet. Außerdem kehren die von dem jeweiligen Helfer verkleinerten Gegenstände weider in ihren Ausgangszustand zurück. Der Energiefluß wird dabei stark geschwächt. Es ist alles so eingetroffen, wie Zoisite es gesagt hat.

Kleptomanite spürt ganz deutlich, daß etwas passiert ist und macht sich seine Gedanken. Nachdem er mit einigen Helfern keinen Kontakt mehr bekommen hat, beschließt er, der Sache auf den Grund zu gehen. Er weiß, daß sein Weiterbestehen vom Erfolg dieser Mission abhängt und etwas Nervosität überkommt ihn. Niemals hätte er vermutet, daß es Komplikationen geben könnte. In Windeseile verläßt er seinen Raum und stößt dabei mit Zoisite, der sich zufällig im Gang davor aufhielt, zusammen.

Zoisite: Hoppla! Wo wollen wir denn so schnell hin? Es wird doch nichts passiert sein?

Daß Kleptomanite so in Eile ist, scheint Zoisites Vermutung zu bestätigen. Allen Anschein nach hat es das Sailor-Team geschafft, einige Helfer auszuschalten und Kleptomanites Aufmerksamkeit zu erregen. Innerlich freut sich Zoisite natürlich über die Situation und träumt schon von Kleptomanites Ende. Da es jedoch noch nicht soweit ist, heuchelt er rege Anteilnahme vor. Obwohl es Zoisite mißfällt, den Hilfsbereiten zu spielen, bleibt ihm leider keine andere Wahl. Wer für das Versagen Kleptomanites verantwortlich ist, sollte noch ein Geheimnis bleiben.

Kleptomanite: Nein, es ist alles in Ordnung. Kann ich etwas für dich tun?

Kleptomanite weiß natürlich um die Konkurrenz Zoisites und wird das Gefühl nicht los, daß Zoisite nicht rein zufällig vor seinem Zimmer war. Da er sich keine Blöße geben will, versucht er locker und regungslos zu bleiben. Da ihm die Zeit fehlt, sich mit Zoisite auseinander zu setzen, erfindet er eine Ausrede. Daß daraufhin Zoisite seinen Weg geht, beruhigt Kleptomanite und läßt ihn zu seinen eigenen Problemen zurückkehren.

Er begibt sich in die Stadt, um seine Helfer aufzusuchen und den Grund für die Störungen zu erfahren. Leider haben seine Helfer nicht die geringste Ahnung, was der Grund sein könnte. Doch auf einmal fällt ihm ein, daß es seine Vorgänger ja immer mit einem gewissen Sailor-Team zu tun hatten, den Kämpfern für Liebe und Gerechtigkeit. Da es seiner Meinung nach keinen anderen Grund für diese Lage geben kann, überlegt er, wie das Sailor-Team zu finden sei.

Weil seine Lage sowieso schon ziemlich verzwickt ist, gibt er seine Tarnung auf und zeigt sich in einer großen Erscheinung über der Stadt, wie es schon Jedyte vor ihm einmal getan hatte. Er verkündet eine Botschaft, die speziell an die Sailors gerichtet ist. Wie nicht anders zu vermuten, enthält diese die üblichen Drohungen: entweder ihr kommt zu dem vereinbarten Ort, oder ich werde die Stadt vernichten. Der Ort, der für das Treffen dienen soll ist wieder einmal der Stadtpark.

Autor: So kann ich sichergehen, daß weder Menschen noch Gebäude in Gefahr sind. Ein jeder weiß ja, was nach einem solchen Kampf für Reparatur- und Aufbauleistungen zu tätigen sind. Das kostet sonst nur wider Unmengen von Geldern und schlägt sich in den Steuern nieder. Und das wollen wir doch nicht, oder?

Alle Menschen sehen die Erscheinung am Himmel und viele verfallen in Panik. Nur das Sailor-Team bleibt völlig gelassen, da es ja schon auf den Auftritt des Oberfeindes gewartet hat. Gemeinsam begeben sie sich wieder zurück in den Stadtpark, wo sie nur wenige Stunden zuvor Zoisite getroffen haben. Auch diesmal brauchen sie nicht lange auf ihren Gegner warten, denn Kleptomanite hat schon einen kleinen Empfang vorbereitet. Vier seiner Helfer erwarten das Sailor-Team schon am Eingang.

Sailor Merkur: Paß auf, Sailormoon, hinter dir!

Sailormoon: Was denn?

Zu spät! Schon ist Sailormoon von den vier Helfern umzingelt.

Sailormoon: Ahhh, nein!

Sailor Mars: Los Merkur, du bist dran!

Sailor Merkur: SEIFENBLASEN fliegt!

Sailor Merkurs Angriff sorgt sofort für Verwirrung unter den Helfern, wodurch es gelingt, Sailormoon außer Reichweite zu bringen. Anschließend starten Mars und Jupiter einen Gegenangriff. Da die Bösen noch immer keine klaren Sichtverhältnisse haben, sehen sie den Feuerball und Donnerschlag zu spät, um ausweichen zu können.

Sailor Jupiter: Das wäre geschafft!

Sailor Mars: Ich wäre mir noch nicht sicher. Wer weiß, wie viele von den Helfern er noch um sich versammelt hat?

Sailor Merkur: Keine Ahnung, aber warum fragen wir ihn nicht einfach?

Sailor Merkur zeigt mit der Hand in die Richtung, wo Kleptomanite gerade zum Vorschein gekommen ist, worauf die anderen etwas erschrecken!

Sailor Mars: Ahhhh!

Sailor Jupiter: Ahhhh!

Sailormoon: Ahhhhh!

Nachdem sich der erste Eindruck bei den Sailors gelegt hat, ergreift Sailormoon das Wort.

Sailormoon: Ich bin Sailormoon! Alle Menschen haben einen Gegenstand, den sie lieben. Ihnen diesen Gegenstand wegzunehmen und sie so ins Unglück zu stürzen, werde ich nicht zulassen. Ich kämpfe für Liebe und Gerechtigkeit - und im Namen des Mondes werde ich dich bestrafen.

Sailor Mars: Ich bin Sailor Mars!

Sailor Merkur: Ich bin Sailor Merkur!

Sailor Jupiter: Ich bin Sailor Jupiter!

Alle drei:... und wir stehen für die gleiche Sache!

Kleptomanite: Ihr seid also das Sailor-Team, welches dem Königreich des Dunklen schon so viele Probleme bereitet habt?! Ich dachte, ihr wärt eine echte Gefahr, aber ihr seid ja noch Kinder!

Sailor Mars: Klappe, Großmaul!

Sailor Merkur: Du mußt Kleptomanite sein!

Kleptomanite: Ihr kennt meinen Namen? Woher? Ach das ist jetzt auch egal, da ihr nicht mehr lange zu leben habt.

Sailormoon: Du willst uns doch nichts Böses, oder?

Sailor Jupiter: Hast du da nicht was vergessen?

Kleptomanite: Ach ja? Was denn?

Sailor Mars: Wir haben auch noch ein Wörtchen mitzureden. Und außerdem werde ich dich für das, was du meinem Großvater angetan hast, bestrafen.

Kleptomanite: Ach wie süß! Wir werden jetzt doch nicht übermütig werden?

Sailor Mars: Jetzt reicht es! FEUERBALL...

Sailor Mars entsendet einen Feuerball und zielt auf Kleptomanite. Doch bevor dieser sein gewünschtes Ziel trifft, hat Kleptomanite sich wegteleportiert. Der Feuerball fliegt somit ins Leere und setzt einige Sträucher in Brand.

Sailor Mars: Komm zurück, du Feigling!

Kleptomanite: Ich bin hier drüben!

Etwa 5 Meter entfernt ist Kleptomanite wieder aufgetaucht, und diesmal versucht Sailor Jupiter ihr Glück. Aber auch diesmal konnte sich Kleptomanite wegteleportieren, mit dem Ergebnis, daß nur noch mehr Grünfläche in Flammen aufgeht. Sailor Merkur nutzt derweilen ihre Kräfte, um das Feuer zu löschen.

Sailor Mars: So schaffen wir ihn nie! Er ist einfach zu schnell.

Kleptomanite: Euch geht doch nicht etwa schon die Puste aus? Vielleicht sollte ich zur Abwechslung mal angreifen!

Kleptomanite will seinerseits eine Attacke starten, als eine Rose die Luft durchschneidet und vor seinen Füßen landet.

Kleptomanite: Was soll das? Wer wagt es, mich zu stören?

Sailormoon: Tuxedo Mask, mein Retter!

Sailor Mars: Tuxedo Mask!

Tuxedo Mask: Ich bin Tuxedo Mask, und ich werde nicht zulassen, daß du den Menschen Leid zufügst. Bist du in Ordnung, Sailormoon?

Sailormoon: Jetzt geht's mir schon besser, da ich weiß, daß du da bist, um mich zu retten.

Kleptomanite: Tuxedo Mask! Willst dich wohl als großer Held aufspielen? Aber das wird dir nicht gelingen. Du hättest lieber zu Hause bleiben sollen, denn jetzt wirst du als erster dran glauben!

Kleptomanite sagt das Wort Hypnowelle und macht eine Handbewegung in Richtung von Sailor Mars, die darauf hin anstatt ihrer Freunde überall Feinde sieht. Ihre Gedanken sind wie vernebelt, und sie fängt an lauter Feuerbälle auszusenden. Den meisten gelingt es, rechtzeitig auszuweichen, nur Sailormoon war so überrascht, daß ein Feuerball sie direkt getroffen hätte, wenn Tuxedo Mask sich nicht schützend vor sie geworfen hätte. So kommt es, daß er anstatt ihrer getroffen wird und anschließend bewußtlos zusammenbricht. Als Sailormoon ihren geliebten Tuxedo Mask am Boden liegen sieht, kommen ihr einige Tränen.

Sailormoon: Was hast du mit Sailor Mars gemacht? Gib sie wieder frei!

Kleptomanite: Warum sollte ich? Und an deiner Stelle würde ich in Deckung bleiben, wenn du nicht doch noch von einem Feuerball getroffen werden willst.

Noch immer schleudert Sailor Mars Feuerbälle durch die Gegend und ahnt dabei nicht, daß sie für Kleptomanites Zwecke mißbraucht wird. Sailor Merkur hat dabei alle Hände voll zu tun, nicht getroffen zu werden und gleichzeitig das Feuer unter Kontrolle zu halten. Kleptomanite schaut dem ganzen Treiben mit einem Lächeln auf dem Gesicht zu.

Kleptomanite: Ich denke, sie hat für den Augenblick ihren Zweck erfüllt.

Eine weitere Handbewegung von Kleptomanite bewirkt, daß Sailor Mars wieder zu sich kommt und völlig verwirrt ist. Voller Entsetzen muß sie feststellen, was passiert ist.

Sailor Mars: Oh, mein Gott, was habe ich getan?

Sailor Merkur: (völlig außer Atem von den vielen Löscharbeiten) Es war nicht deine Schuld! Du standest unter seinem Bann. Wir sollten ihn gemeinsam angreifen.

Sailor Mars: Versuchen wir es! Bist du bereit, Sailor Jupiter?

Sailor Jupiter: Ja!

Sailor Mars: Dann los!

Sailor Mars und Sailor Jupiter versuchen einen gemeinsamen Angriff auf Kleptomanite. Der Feuerball und der Donnerschlag fliegen geradewegs auf ihn zu, und es scheint zu klappen. Beide Angriffe zeigen Wirkung und treffen das Ziel mit voller Wucht. In dem Glauben, Kleptomanite besiegt zu haben, bemerken sie nicht, wie ein Energiestrahl auf sie zu fliegt.

Als Sailor Merkur den beiden mitteilen will, daß sie nur ein Spiegelbild erwischt haben, ist es für Mars und Jupiter schon zu spät. Der Energiestrahl trifft beide so heftig, daß sie sich nicht davon erholen und reglos am Boden liegen bleiben. Sailormoon blickt auf die am Boden liegenden Mars, Jupiter und Tuxedo Mask und fragt sich, wie sie gegen diesen Gegner ankommen sollen.

Sailormoon: Warum tust du uns das an? Was haben wir Dir getan.

Kleptomanite: Ihr hättet euch nicht in meine Angelegenheiten einmischen sollen, dann hättet ihr ein ruhiges Leben als Sklaven unter der Herrschaft unser Königin führen können. Aber ihr wolltet es ja nicht anders. Und dafür werdet ihr jetzt die Konsequenzen tragen. Wie du siehst, gibt es nur noch euch beide und mich - und glaub mir, gleich gib es nur noch mich!

Sailor Merkur: Sailormoon, wir dürfen nicht aufgeben! Wen wir unser bestes geben, können wir gewinnen.

Kleptomanite: Dann versucht es doch!

Kleptomanite macht erneut ein Handbewegung, aber diesmal in Richtung von Sailor Merkur und spricht dabei das Wort Illusion.

Plötzlich schießen Ranken aus dem Boden empor und umgreifen Merkurs Gelenke. Sailormoon wundert sich, warum Sailor Merkur sich auf die Rasenfläche schmeißt. Äußerlich sieht es so aus, als würde ein Kampf stattfinden, aber leider ist kein Gegner zu sehen. Betrübt muß Sailormoon feststellen, daß auch Sailor Merkur außer Gefecht gesetzt ist.

Sailormoon: Du nicht auch noch, Merkur! Was soll ich jetzt machen?

Sailormoon ist nun auf sich alleine gestellt. Es scheint aussichtslos. Alle sind besiegt, und nur sie kann verhindern, daß die Erde in die Hände der Feinde fällt. Mit dem Mut der Verzweiflung greift sie an die Stirn und...

Sailormoon: Mondstein flieg und sieg...

...greift ins Leere! Dort wo sich normalerweise ihr Stirnreif befindet, sind nur noch die Abdrücke zu sehen.

Kleptomanite: Sucht du etwa das hier?

Kleptomanite hält Sailormoons Stirnreif in der Hand und spielt mit ihm.

Kleptomanite: Ein wirklich schönes Stück, das du da hast!

Sailormoon: Gibst du ihn mir bitte wieder? BITTE...

Kleptomanite: Ich glaube, ich werde ihn als Trophäe behalten.

Es ist wirklich hoffnungslos! Sailormoons einzige Möglichkeit zu siegen, befindet sich in den Händen des Feindes. Diesmal scheint das Böse gewonnen zu haben, denn wer sollte es jetzt noch aufhalten?

Gerade als Kleptomnite zu den entscheidenden Schlag ausholen will, passiert etwas, womit keiner gerechnet hätte. Mitten aus dem Nichts, wird Kleptomanite plötzlich von einer Energiewelle erfaßt und durch die Luft geschleudert. Dabei verliert er Sailormoons Mondstein, und der Stirnreif landet direkt vor ihren Füßen. Ohne lange nach zudenken, nimmt sie ihn an sich und wirft ihn nach Kleptomanite.

Von der Wucht des Angriffes noch etwas benommen, gelingt es Kleptomanite nicht, sich durch Teleportation in Sicherheit zu bringen, und er wird von dem Mondstein erwischt.

Nachdem sich Kleptomanite aufgelöst hat, nimmt Sailormoon ihren Mondstein an sich und kümmert sich um ihre Freunde, die langsam wieder zu sich kommen. Nur Tuxedo Mask ist spurlos verschwunden.

Alle: Du haßt es wieder einmal geschafft, Sailormoon!

Sailormoon: Ja!

Sailormoon weiß, daß sie ihren Sieg Zoisite zu verdanken hat, kann sich aber nicht recht vorstellen, warum er ihr geholfen hat. Aber das spielte für den Augenblick keine Rolle, denn alle waren wieder in Ordnung und die Erde gerettet, obwohl sie vermutete, daß sie es bald erneut mit den Feinden zu tun bekommen würden. Da es aber schon spät war, fiel Sailormoon auf, daß sie ja schon seit Stunden nichts gegessen hätten und das Knurren ihres Magens verriet es auch den anderen.

Sailor Jupiter: Wir gehen jetzt zu mir, und ich mache uns was zu essen.

Alle: Au fein!

Sailor Jupiter: Und du, Sailormoon, bekommst von mir ein extra großes Sandwich.

Sailormoon: Yippieh!

Völlig geschafft von den Ereignissen der letzten Stunden, begeben sich Bunny, Ami und Rei zu Makoto, wobei sie von Tuxedo Mask beobachtet werden.

"Bis zum nächsten Mal Sailormoon", flüstert er und sieht wie die Umrisse der anderen in der Ferne verschwinden. Nach einer leckeren Mahlzeit zum Abschluß eines anstrengenden Tages, fallen die vier völlig erschöpft ins Bett und träumen was schönes. Alles schläft!

Wirklich alles? Natürlich nicht, denn im Versteck des Bösen träumt ein völlig befriedigter Zoisite schon von der nächsten Versammlung. "Jetzt wird Königin Beryll mich erwählen", freut er sich, und als Kunzyte sein Zimmer betritt, kann er sogar für einige Stunden das Sailor-Team vergessen.

Ende


Nachwort:

Dies ist jetzt nun meine zweite Fanfic, die sich abermals um das Dark Kingdom dreht. Inhaltlich läßt sie sich in die erste Staffel einordnen, etwas nachdem Makoto zu Sailor Jupiter wurde, also den ersten Auftritten von Zoisite. In Anlehnung an das Original wurde Zoisite als Mann dargestellt. Der Charakter Kleptomanite wurde eigens für diese Fanfic erfunden und der Name bezieht sich auf seine Fähigkeiten. Kleptomanite hat dabei die Fähigkeiten der Hypnose, der Illusion und aller anderen Fingerfertigkeiten. Zu dem ist auch er ein begnadeter Dieb. Alles in allem ist er eine Art Magier.

Die Fanfic ist vielleicht nicht ganz so witzig wie mein erstes Werk Jedyte's Wiederkehr, aber dennoch finde ich sie ganz gut. Sie zeigt das Böse in seiner Form. Obwohl es ein gemeinsames Ziel zu verfolgen geht, denkt ein jeder doch eher an sich, und Eifersucht ist an der Tagesordnung.

Wenn ihr also irgendwelche Kommentare zu dieser Fanfic habt, dann schreibt mir doch eine Mail an: corardbb@linux.zrz.tu-berlin.de. Ich hoffe euch hat diese Fanfic gefallen. In diesem Sinne: Long Live Sailormoon!


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Disclaimer: Sailormoon is the property of Takeuchi Naoko, Kodansha and Toei Animation. All characters, settings etc. are used without permission. This is an amateur fiction, and I definitely won't make any money of it.


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